Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nachlese zur Zukunft Personal 2016 und zur HR-Night

Traditionell, wie in den letzten Jahren, möchte ich mich nach meinem Besuch der diesjährigen Zukunft Personal und der angehängten HR-Night ein wenig zu meinen Eindrücken äußern. Ich war selbst mit zwei Vorträgen am ersten Tag der Zukunft Personal vertreten und habe eine Gruppe von Besuchern durch die Recruiting-Hallen geführt. Daneben habe ich natürlich die Zeit genutzt, um mir viel Feedback von Besuchern der diesjährigen Zukunft Personal zu holen. Zusammengefasst kan ich schon einmal vorab sagen: Die Zukunft Personal befindet sich auf einem guten Weg.




Die Zukunft Personal 2016:


Die Zukunft Personal ist ein großes Schlachtschiff – man kann also nicht erwarten, dann sich ein Großteil des Konzeptes von einem Jahr zum nächsten ändern wird. Umso höher muss man es anrechnen, dass die Messe in den letzten Jahren doch einige Schritte in die richtige Richtung gemacht hat.
 
Was hat sich konkret verbessert?
 
  • Blogger-Lounge mit „Meet the Blogger“: Was im letzten Jahr noch als zartes Pflänzchen begann, entwickelte sich in diesem Jahr zu einem echten Publikumsmagnet. Sowohl bei den Vorträgen von Jan KirchnerJo Dierks, Jannis Tsalikis als auch bei mir war der Raum komplett gefüllt und die Interessenten standen vor dem Raum, um noch ein paar Informationen zu ergattern. Ich hoffe, dass die Messe-Organisation dem klaren Signal der Besucher Rechnung tragen wird. Eine Besucherin hat es prägnant in einer Frage zusammengefasst: „Warum sind solche spannenden Themen und guten Speaker räumlich so eingeschränkt, dass nur 20-30 Personen teilnehmen können und gleichzeitig gibt es viele Speaker-Slots an deutlich prominenteren Stellen, die vor leeren Rängen präsentieren?“
 
  • Start-Up-Village: Auch dieses Thema wird immer stärker präsent. Die Anzahl der Start-Ups hat sich noch einmal deutlich erhöht. Dazu noch eine Bühne daneben, wo sich Start-Ups präsentieren konnten. Leider waren bei den Vorträgen (zumindest wenn ich da war) nicht so viele Zuhörer vor Ort. Dies war möglicherweise auch nur eine Momentaufnahme. In Summe hatte ich das Gefühl, dass die Startups eine große Bereicherung auf der Veranstaltung sind.
 
  • Guided-Touren: Erstmalig wurden Touren durch die Zukunft Personal angeboten. Ich selbst hatte das Vergnügen ca 15 Personen durch die Recruiting-Hallen zu führen. Die Idee ist sehr sinnvoll und kam beim Publikum sehr gut an. Ggf. könnte man hier thematisch feinporiger vorgehen, damit die Teilnehmer eher wissen, was sie erwartet. Der Bedarf im Themenfeld Recruiting ist da – nicht um sonst war meine Tour als einzige Tour ausgebucht. Also nächstes mal bitte Sub-Themen, wie beispielsweise: Innovative Ansätze im Recruiting (Startups, junge it-affine Lösungen); Bewerber begeistern (ATS-Anbieter, Gamification, CV-Parsing, Video-Interviews o.ä.); etc. Gerne noch in Verbindung mit dem Ende bei einem Vortrag, welcher thematisch passt.
 
Was hat sich nicht verbessert?
 
  • Viel heiße Luft: Eine Messebesucherin hat es schön auf den Punkt gebracht, als ich sie gefragt hatte, wie ihr die Messe gefallen hatte: „Leider gibt es zu viele Vorträge, bei denen es eine sehr schlimme Kombination gibt – langweilige Themen und uncharismatische Speaker“. Hier erwarte ich ein gewisses Qualitätsmanagement – insbesondere bei Themen, bei denen man auf dem ersten Blick sieht, dass sie nicht so attraktiv sind.


  • Werbeveranstaltung: Leider sind noch immer sehr viele Vorträge reine Werbeveranstaltungen. Ich kann und will nicht verstehen, warum dies teilweise noch so extrem plump gemacht wird. Wie beim obrigen Thema erwarte ich hier noch ein besseres Qualitätsmanagement. Natürlich haben die Kunden ein kommerzielles Interesse, aber dann sollen sie doch bitte versuchen spannende Inhalte zu bieten und da ggf. auch Werbung zu platzieren und Werbung zu bieten und da ggf. auch ein paar Inhalte zu platzieren. Um beispielsweise die Authentizität zu erhöhen, könnte man überlegen, ob Dienstleister beispielweise immer nur gemeinsam mit Kunden präsentieren dürfen. Davon hätten alle Beteiligen einen Mehrwert.
In Summe gab es natürlich auch sehr gute Vorträge und wie immer auch sehr gute Speaker. Jedoch ist hier noch Luft nach oben.

HR-Night:
 
Dieses Jahr in der wunderschönen Wolkenburg im Herzen von Köln. Eine schöne Location haben Henner Knabenreich und seine Unterstützer organisiert. Es wird von jedem Jahr zum nächsten Jahr immer mehr zu einem Klassentreffen im positivsten Sinne. Ich hoffe, dass das Maximum der Teilnehmer erreicht ist, da es für mich schon fast zu viele Personen waren und dann irgendwann das Ziel „Networking“ nicht mehr klappt. Die Verpflegung klappte auch deutlich besser als beim letzten mal. Einzig die Beschallung klappte wieder einmal nicht. Als Henner das Mikro nahm und etwas erzählte, konnten ihn leider mind. die Hälfte der Teilnehmer nicht verstehen. Deswegen – wie schon beim letzten mal – war auch nicht klar ob und wann noch Programmpunkte kommen. Nichts desto Trotz war es aus meiner Sicht eine gelungende Veranstaltung, bei der ich gerne noch länger geblieben wäre. Aber wenn man am nächsten Morgen um 7 Uhr losfahren muss, dann kann man nicht bis in die Puppen bleiben. Jedoch bin ich mir sicher, dass der Rest des Abends wieder phänomenal war. Es war in Summe eine tolle Veranstaltung, bei welcher es mir auch sehr gute gefallen hat, dass die Hauptsponsoren nicht zu dominant waren.


Schöne Impressionen zur HR-Night findet ihr hier.


                       

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen