Donnerstag, 23. Juni 2016

Beginn der neuen Blogserie: Der Weg zur Employer Brand

Eines der wichtigsten Themen im Bereich Employer Branding findet aus meiner Sicht eine viel zu geringe Aufmerksamkeit in Fachartikeln  - egal ob Print oder Online: Der Weg zur Employer Brand. Wie finde ich eigentlich die richtig Agentur, die mich unterstützt für mein Projekt? Woran erkenne ich diese richtige Agentur? Wie schaffe ich es selbst realistische Erwartungshaltungen an dieses Projekt zu bekommen und diese auch in meinem Umfeld zu erzeugen? Zur Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen bedarf es erbrobte Beispiele. Diese werden in den nächsten Wochen und Monaten geliefert in einem Gemeinschafts-Projekt.



Der Hintergrund:
In den mittlerweile 10 Jahren meiner Karriere ist es nun zum vierten mal so weit, dass ich mich mit Agenturen zusammensetze, um den Kern meiner Arbeitgebermarke zu definieren und danach entsprechende Umsetzungen zu erarbeiten.
In meinen 4 Jahren bei Vodafone haben wir - u.a. bedingt durch den Relaunch der Company-Brand zweimal unsere Arbeitgebermarke überarbeitet bzw. neu definiert. Damals als Berufsanfänger hatte ich nur einen Überblick über einen Teil de gesamten Projektes.
Dann bei Weidmüller war es meine Aufgabe, die Arbeitgebermarke erstmalig konkret zu definieren - aufgesetzt auf ein größeres Projekt, welches sich mit der Unternehmensmarke beschäftigte.
Nun bin ich seit November 2015 als Leiter Recruiting und Personalmarketing für die Region Central Continental Europe bei der Unternehmensberatung BearingPoint tätig und bin gerade mitten im Projekt zur Erarbeitung unserer Arbeitgebermarke und arbeiten dazu - nach einer längeren Auswahl - mit der Promerit Management Consulting AG zusammen.


 
Das Vorgehen:
Der eigentliche Clou an dieser Serie ist aber, dass das Projekt hier von zwei Seiten beleuchtet wird. Ich werde meine Erfahrungen teilen, wie ich an das Projekt herangegangen bin  - und gleichzeitig wird Michael Eger von Promerit seine Sicht auf das Projekt beschreiben - parallel.
"Dass ein Employer Branding Projekt einen Startpunkt benötigt, dass darauf in der Regel eine Analyse folgt und dass darauf aufbauend eine Employer Value Proposition samt Kreativkonzept folgt – dass ist nicht neu und in klassischen Case Studies auch ausreichend beschrieben. Als Tim Verhoeven und ich nach dem Projektsetup und den ersten Meetings zusammen saßen und unsere jeweiligen Sichten und Erfahrungen austauschten, kam uns der Gedanke, dass es viel interessanter sein könnte, über diese Perspektiven auch extern zu berichten. Wir spannen die Idee weiter und kamen auf das Format der Kolumnen z.B. in der Süddeutschen, in denen Paare über Alltagsdinge jeweils aus ihrer Sicht berichten – „was er sagt“ und „was sie sagt“... Da Projekte ja nichts anderes als Arbeitsbeziehungen auf Zeit sind, in denen es gute Zeiten und manchmal auch schlechte Zeiten gibt, in denen Perspektiven übereinander gelegt werden und Lösungen gefunden werden müssen, erscheint uns das Format perfekt. Da Projekte wie im Leben unterschiedliche Phasen haben, möchten wir den „Perpsektivwechsel“ als Serie aufbauen – und von Zeit zu Zeit berichten, was „Verhoeven“ zum Status und den Erfahrungen sagt und was die Meinung von „Eger“ dazu ist.", so Michael Eger. 


 
Der Inhalt:
Die Serie wird in Summe fünf Themengebiete abdecken:
  1. Die Ausschreibung. Was will ich überhaupt als Unternehmen? Welche Leistungen benötige ich konkret und nach welchen Kriterien werte ich später meinen Partner aus? Wie sollte eine Ausschreibung aussehen und was gehört alles dort hinein?
  2. Die Analyse. Wie ist die Ausgangslage? Wo sehen die Mitarbeiter Stärken und Schwächen? Wie haben sich Konkurrenten aufgestellt? Wie denken Bewerber über den Arbeitgeber?
  3. Die Konzeption der Employer Value Proposition.Wie positioniere ich mich konkret? Wie differenziere ich mich von meinen Konkurrenten?
  4. Die kreative Umsetzung.Wie schafft man es, die EVP in Bildsprache umzusetzen? Testimonials oder doch eigene Mitarbeiter? Wie provokant oder "out of the box" will man sein?
  5. Fazit und Ausblick. Wie zufrieden ist man im Rückblick mit den Ergebnissen? Worauf kann man noch aufbauen? Was sind die nächsten Maßnahmen, die auf den bisher erarbeiteten Ergebnissen aufbauen?
 


Das Ziel:
Tim Verhoeven: "Mein Ziel ist es, Personalern Einblicke darüber zu geben, wie ein Employer Branding Projekt ablaufen kann und worauf man im Vorfeld achten sollte. Es gibt Entscheidungen, die man am Anfang fällt - die dazu führen, dass man am Ende des Projektes nicht zufrieden ist. Es gibt wenig Paxisberichte darüber. Viel lernt man dadurch, dass man sich in die Agentur hinheinversetzt - auch auf dieser Seite gibt es wenig Praxisberichte. Das möchte ich ändern."

 


Michael Eger: "Mein Ziel ist es, die Dienstleisterperspektive etwas zu öffnen, über Themen zu berichten, die sonst vielleicht im Projektalltag nicht im gemeinsamen Projektrahmen diskutiert werden und vielleicht auf ein paar Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren hinzuweisen, die sonst oft untergehen. Ich glaube auch, dass der Dialog mit Herrn Verhoeven uns auch noch einmal neue Sichten aufzeigt, die sonst gar nicht an den Dienstleister transportiert werden – als eine neue und öffentliche Form des Projektfeedbacks. An dieser Stelle hat mein Team dann auch kurz gezuckt, als ich den Vorschlag intern diskutiert habe – aber das war schnell vorbei und die Neugier überwiegt, was Chef und Kunde so über das Projekt von sich geben ;-)"

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